Kohlenstoffmonoxidvergiftung: Warum das Gas gefährlich ist und wie Sie sich schützen können

Eine Kohlenstoffmonoxidvergiftung kann sehr gefährlich sein und tödlich enden. CO-Intoxikationen stellen in Deutschland mit circa 3700 Klinikeinweisungen und circa 370 Todesfällen pro Jahr die Hauptursache von akzidentellen Vergiftungen dar. Kohlenmonoxid bindet bis zu 300-mal stärker als Sauerstoff an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Bei einer Vergiftung kommt es dadurch zu einem massiven Sauerstoffmangel im Körper. Zu den Folgen zählen je nach Konzentration des Gases Kopfschmerzen, Herzrasen, Übelkeit, Halluzinationen, Apathie, Krampfanfälle, Atemnot und im schlimmsten Fall der Tod. Bei hohen Konzentrationen ist das Zeitfenster zwischen den ersten spürbaren Symptomen und dem Verlust des Bewusstseins sehr kurz.

Das farb-, geruch- und geschmacklose Gas bildet sich, wenn Kohlenwasserstoffe aus etwa Kohle, Gas oder Benzin nicht vollständig verbrennen. Eine typische Situation dafür sind glühende Kohlen auf einem Grill. Aus diesem Grund ist es lebensgefährlich, in geschlossenen Räumen zu grillen - selbst wenn Fenster oder Türen geöffnet sind. Zudem kann das Gas austreten, wenn beispielsweise die Abzüge an einer Heizung oder einem Kamin defekt sind.

 

Wie Sie einer Kohlenmonoxidvergiftung vorbeugen:

  • Bei Wohnungsbränden sterben mehr Menschen an einer Kohlenmonoxidvergiftung als an dem Feuer. Einen gewissen Schutz bieten daher bereits die Feuermelder, da sie aufgrund der Rauchentwicklung rechtzeitig Alarm auslösen, ehe die Sauerstoffzufuhr bereits zu weit unterbrochen ist und zur Bewusstlosigkeit führt.
  • Haben Sie einen offenen Kamin oder heizen Sie mit einem Ofen, sollten Sie zudem einen Kohlenmonoxid-Warnmelder installieren, damit Sie nicht Gefahr laufen, an einer chronischen Kohlenmonoxidvergiftung zu erkranken.
  • Schornsteine sollten regelmäßig gereinigt werden, um eine Verstopfung zu verhindern.

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