Gemeinde Groß Kreutz (Havel)

Die Gemeinde Groß Kreutz (Havel) besteht als Verwaltungseinheit seit Oktober 2003
mit den zugehörigen Ortsteilen:

  • Bochow
  • Deetz
  • Götz
  • Groß Kreutz
  • Jeserig
  • Krielow
  • Schenkenberg
  • Schmergow

Der Sitz der Verwaltung ist im Ortsteil Jeserig. Alle Ortsteile liegen in unmittelbarer Nähe der Bundesstraße 1 und der Autobahnen A2 und A10. Im Gebiet der Gemeinde leben ca. 8.350 Einwohner auf einer Fläche von ca. 100 km².

Die außerordentlich günstigen Verkehrsanbindungen, die gut ausgebaute Infrastruktur (Kindergärten, Schulen, medizinische Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie) sowie die Nähe zu Berlin und Potsdam sind nur einige der Gründe, die die Ortsteile zu begehrten Wohngebieten und attraktiven Gewerbestandorten ausweisen.

Große Flächen von Weide- und Ackerland, der havelländische Obstanbau sowie die Seen und Feuchtgebiete der Havelniederungen und der märkische Kiefernwald geben der Landschaft ihre charakteristische Prägung.

Ortsteil Groß Kreutz

Groß Kreutz ist ein Ortsteil der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) (Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg) und liegt verkehrsgünstig zwischen Potsdam und Brandenburg an der Havel. Die Autobahnen sind leicht zu erreichen. Mit der Regionalbahn gelangt man stündlich in 20 Minuten Potsdam Hbf  und in 45 Minuten Berlin Hbf. Groß Kreutz bietet eine gut ausgebaute Infrastruktur, so sind Dienstleister, Ärzte, Supermärkte, Kindereinrichtungen und eine Grundschule vorhanden.

Der Name Des Ortes, Woher kommt der Name Groß Kreutz?

Sprachwissenwissenschaftler Prof. Reinhard E. Fischer kam damals zu dem Schluss, dass aufgrund des slawischen Ursprungs des Dorfes, ein naher Zusammenhang zwischen dem polabischen Wort Kruševec für Birne und dem späteren Crusewitz bestehen müsse. Oft ging der eigentliche Sinn eines Names verloren und es wurden ähnlich klingende deutsche Worte angelehnt(Volksetymologie). So ist aus einer slawischen Birne ein deutsches Crutzewitz und späteres Kreuz geworden.

Daher wird auch einmal jährlich am zweiten Septemberwochenende das Birnenfest in Groß Kreutz gefeiert.

Geschichte

Die erste bekannte schriftliche Erwähnung von Groß Kreutz erfolgt in einer Urkunde aus dem Jahre 1275. Grossen Crucewitz, so wurde das Dorf 1479 genannt, war ursprünglich markgräfisches Eigentum. Deutsche Siedler aus westlichen Regionen hatten sich hier niedergelassen. Seit dieser Zeit gibt den ersten Nachweis über die Errichtung eines Rittergutes, neben den mehr oder weniger freien Bauern gab es also auch den ersten Adel im Dorf. Das Rittergut wuchs durch Zukäufe zwischen den beiden Weltkriegen auf seine maximale Größe von 428 ha Ackerland, 107 ha Grünland und 225 ha Forstflächen an. Über Jahrhunderte schlummerte der Fortschritt auf dem Lande. Erst besondere, von außen herbeigeführte Maßnahmen, gaben die entscheidenden Impulse für die ländliche Entwicklung im Allgemeinen und Grossenkreutz (1827) im Besonderen. Auf Veranlassung Friedrich II wurden umfangreiche Melorationsmaßnahmen (1783) durchgeführt. Unser Hauptgraben stammt aus dieser Zeit. Nasses Bruchland wurde in Wiesen und Weiden umgewandelt, ab 1823 begann man auch die Grünflächen zu düngen, so dass ein gutes Futterangebot zu einem Aufschwung in der Viehhaltung führte. Ein weiterer wichtiger Standortfaktor war der Bau der Fernverkehrsstraße. Groß Kreutz war Poststation mit Pferdewechsel. Hier kreuzten sich die Wege der Ost-West mit der Nord-Süd-Verbindung. In den Jahren 1825/26 wurden die Alleen an den Straßen nach Bochow, Deetz, Krielow und Lehnin gepflanzt. Mit dem Jahre 1846 begann für Groß Kreutz und auch für alle umliegenden Dörfer eine neue Epoche. Am 7. August dampfte zum ersten Mal eine Eisenbahn von Potsdam nach Brandenburg mit einem Haltepunkt in Groß Kreutz. Wenn es auch Jahre dauerte bis es für jedermann erschwinglich wurde, dieses Verkehrsmittel zu nutzen ermöglichte viele neue Möglichkeiten. Groß Kreutz war zu dieser Zeit ein wohl einmaliges Kuriosium - ein Dorf mit drei Bahnhöfen, dem alten Haltepunkt von 1846, heute links vor dem Bahnübergang, dem Bahnhofsgebäude von 1873, welches noch bis Anfang der neunziger als solches genutzt wurde und dem gegenüberliegenden Bahnsteig mit Nebenanlagen der Lehniner Kleinbahn. Die sogenannte Kleinbahn schnaufte vom 18. Oktober 1899 bis zum 10. Oktober 1967 die 2%tige Steigung hinauf.

Der furchtbare 2. Weltkrieg ging auch an Groß Kreutz nicht spurlos vorüber und hatte seine Opfer gefordert. Von direkten Kriegseinwirkungen blieb der Ort aber weitestgehend verschont. Ein Flugzeug stürzte in der Nähe der Potsdamer Straße ab.

Vereinsleben

In Groß Kreutz herscht ein reges Vereinsleben. Hier eine Auflistung einiger Vereine:


Quelle: Homepage der Gemeinde, Wikipedia, Festschrift 700 Jahre Groß Kreutz