Was passiert bei einem Brand in einer Wohnung in Groß Kreutz?

 

Zeitpunkt X: Der Brand entsteht.

 

Zeit bis zur Entdeckung des Brandes: Die Zeitpunkt variiert zwischen „sofort“ und „sehr lange unentdeckt“, weil z.B. kein Rauchmelder installiert ist, die Brandwohnung unbewohnt ist, keiner den Notruf wählt oder oder oder. Der Brand kann dabei unter Umständen schon sehr große Ausmaße annehmen.

 

0 Minuten: Der erste Notruf geht ein. Der Disponent der Leitstelle in Brandenburg an der Havel gibt die Einsatzdaten (5 W-Fragen) in das Einsatzleitsystem ein. Anhand der Alarm- und Ausrückeordnung werden eine Reihe von Einsatzmitteln vorgeschlagen. Diese werden nun durch den Disponenten alarmiert. Bei den Einsatzkäften der Freiwilligen Feuerwehr Groß Kreutz lösen die "Piepser" aus und die Sirenen im Ort heulen auf, zusätzlich wird der Rettungsdienst alamiert.

 

3 Minuten: Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr treffen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem PKW am Feuerwehrgerätehaus ein und legen ihre Einsatzkleidung an.

 

5 Minuten: Das erste Fahrzeug rückt mit mindestens 6 Einsatzkräften aus und zwei Feuerwehrleute rüsten sich mit Atemschutzgeräten bereits während der Fahrt aus.

Weitere Kräfte treffen im Gerätehaus ein und besetzen weitere Fahrzeuge.

 

8 Minuten: Das erste Fahrzeug trifft am Einsatzort ein. Der Einsatzleiter versucht schnell einen Überblick über das Geschehen zu bekommen, gibt dann über Funk eine erste Rückmeldung ab und weist die Kräfte ein, erteilt die Einsatzbefehle. Ein Trupp unter Atemschutz geht mit einer Schlauchleitung in das Gebäude in Richtung Brandwohnung vor, ein weiterer Trupp sucht den Treppenraum und die Wohnungen oberhalb der Brandwohnung ab. Ein dritter Atemschutztrupp sichert den Einsatz der anderen Trupps als Sicherheitstrupp ab. Weitere Einsatzkräfte schließen Schläuche an den Hydranten an und stellen tragbare Leitern auf. Ein großer Lüfter wird aufgestellt, um Rauch aus dem Gebäude zu blasen. Diese ersten Maßnahmen dauern in der Regeln nur wenige Minuten.

 

ca. 12 Minuten: Der Brand ist gelöscht. Der Rauch wird aus dem Gebäude entfernt, alle Wohnungen nochmals kontrolliert. Die Polizei prüft, ob sie den Brandherd untersuchen müssen. Die Anwohner werden betreut und ggf. dem Rettungsdienst übergeben. Sollte es nötig sein, werden diese nach einer kurzen Behandlung vor Ort in eines der umliegenden Krankenhäuser transportiert.

 

20 - 30 Minuten: Letzte Nachlöscharbeiten werden durchgeführt. Die Bewohner können zurück in ihre Wohnungen, sofern diese rauchfrei sind. Die Bewohner der Brandwohnung werden genau über die Maßnahmen der Feuerwehr und über die nächsten erforderlichen Schritte informiert. „Unsere“ Einsatzstelle, ihre Wohnung, wird wieder übergeben.

 

Der oben abgebildete Text beschreibt den exemplarischen, vereinfachten Ablauf eines Brandeinsatzes der Feuerwehr Groß Kreutz zu Anschauungszwecken. Der Ablauf ist fiktiv und orientiert sich am Einsatzablauf eines Zimmerbrandes. Abweichungen zum realen Einsatzablauf sind durchaus möglich.

 

Quellen: Feuerwehr Recklinghausen, Forplan